Der Radverkehrsplan Fürstenfeldbruck – Hintergründe und Ziele

 


Umweltbelastung, Klimawandel, Zunahme des motorisierten Individualverkehr (MIV) sind die Themen unserer Zeit. Besonders der MIV trägt in einem hohen Maße an der Umweltbelastung und dem Klimawandel bei. Durch eine Erhöhung des Radverkehrs kann dieser Entwicklung gegengesteuert werden. Kein Verkehrsmittel wird so unterschätzt wie das Fahrrad. Dabei ist es auf den kurzen Strecken und in der Stadt eine sinnvolle Alternative zum motorisierten Individualverkehr (MIV). Aber auch in der Freizeit und für Urlaubszwecke bietet sich das Fahrradfahren an.

Gerade in den Ballungsräumen oder in verdichteten Siedlungsräumen (z.B. Fürstenfeldbruck) wo die Hälfte aller PKW-Fahrten kürzer als 5 km ist, kann das Fahrrad seine Vorteile voll ausspielen: Es ist nicht nur umweltfreundlich (kein Lärm, keine Abgase), das Fahrrad hält auch seine Benutzer fit. Außerdem spart es Nerven, da die Parkplatzsuche entfällt. Darüber hinaus ist die Erhöhung des Fahrradanteils am Gesamtverkehr im Rahmen einer integrierten Verkehrspolitik auch ein Beitrag zur Sicherung der Gesamtmobilität.




 

Gründe für den Radverkehrsplan Fürstenfeldbruck


Fürstenfeldbruck bietet aufgrund seiner topografischen Lage ein ausgezeichnetes Umfeld zur Nutzung des Fahrrades. Mit dem Radroutennetz des Landkreises und den in einzelnen Gemeinden schon ausgewiesenen Radroutennetzen sind erste Schritte eines umfassenden Radroutennetzes im Landkreis Fürstenfeldbruck getan. Es war deshalb zwingend geboten, dass sich die Stadt Fürstenfeldbruck in diese Reihe mit einschließt. Aufgrund des Projektvorschlages vom ADFC Kreisverband Fürstenfeldbruck

„Projekt 20% - Wege zur Erhöhung des Radverkehrsanteiles in Fürstenfeldbruck“

hat die Stadt Fürstenfeldbruck in der Sitzung des UVA vom Dezember 2008 beschlossen den vorliegenden Radverkehrsplan in Zusammenarbeit mit dem ADFC und den zuständigen Stellen der Stadtverwaltung zu erstellen.

Im ADFC-Fahrradklimatest rangiert Fürstenfeldbruck bei den Städten unter 100 Einwohner auf Platz 80. Beim Vergleich mit den bayerischen Städten lediglich auf Platz 16. Nicht zuletzt deswegen hat sich die Stadt Fürstenfeldbruck zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2014 der Radverkehr auf 20% des Gesamtverkehrsaufkommen zu erhöhen, um künftig den Titel „Fahrradfreundliche Stadt“ tragen zu können.


 


 

Ziele


Der Radverkehr ist dem motorisierten Verkehr gleichberechtigt, siehe § 1 der StVO. Die Nutzung des Fahrrades muss künftig in den Köpfen der Bevölkerung als selbstverständlich angesehen werden. Mit allen Empfehlungen des Radverkehrsplanes und den daraus resultierenden Maßnahmen soll dauerhaft ein fahrradfreundliches Klima geschaffen werden.
Um dieses zu erreichen, werden folgende Hauptanforderungen an die Radverkehrsinfrastruktur gestellt:

 

 

  • Förderung
    Die Förderung des Radverkehrs bringt bessere Mobilität, die zur wirtschaftlichen Entwicklung einer lebendigen Stadt beiträgt. Ein Hauptpunkt ist hierbei die Bereitstellung der finanziellen Mittel im Haushaltsplan.

  • Sicherheit
    Die Radverkehrsinfrastruktur muss das Radfahren so sicher wie möglich machen

  • Radroutennetze
    Die Radrouten müssen ein zusammenhängendes Netz bilden und einheitlich gestaltet/ausgebaut sein

  • Direkte Wege
    Die Radrouten müssen direkte und schnelle Verbindungen für Radfahrer anbieten

  • Attraktivität
    Die Nutzung der Radverkehrsinfrastruktur muss attraktiv und angenehm sein

  • Komfort
    Die Nutzung der Radverkehrsinfrastruktur muss komfortabel sein


Ein wichtiges „Werkzeug“ zur Umsetzung der Ziele des „Radverkehrsplans Fürstenfeldbruck“ ist der „Nationale Radverkehrsplan 2002-2012“ (NRVP). In diesem werden die Maßnahmen zur Förderung des Radverkehrs in Deutschland beschrieben und die Handlungsfelder aller Beteiligten aufgezeigt. Auch die Kommunen sind hier aufgerufen, ihren Beitrag zur Umsetzung der Ziele zu leisten.

 

 


 


 

Inhalte des Radverkehrsplanes


Die Inhalte des Radverkehrsplanes beruhen auf den Wünschen der Bürger, siehe Kapitel 2, sowie den fachlichen Empfehlungen der an der Erstellung dieser Dokumentation beteiligten Partner

 

 

  • Stadtverwaltung Fürstenfeldbruck, Planungsamt und Radverkehrsbeauftragter, Markus Reize
  • ADFC Kreisverband Fürstenfeldbruck, Arbeitsgruppe Verkehr, Peter Dreisow


In dem Radverkehrsplan werden die strategischen Vorgaben für die Stadt Fürstenfeldbruck beschrieben, die zur Steigerung des Radverkehrs dauerhaft beitragen. Wenn sich die im Radverkehrsplan beschriebenen Bedingungen in verkehrspolitischer, gesellschaftlicher sowie rechtlicher Sicht ändern, ist dieser entsprechend zu aktualisieren.

Ein weiteres Gremium ist der „Runde Tisch Radverkehr“ (RTR), der schnelle und pragmatische Lösungsmöglichkeiten zur Behebung von Schwachstellen und Mängeln im Radverkehrsnetz erarbeitet (weitere Informationen zum RTR – siehe Radverkehrsplan S.53).

 

 


 


 

Maßnahmenkatalog


Maßnahmen, die sich aus der Erstellung des Radverkehrsplanes ergeben, sind in einem eigenständigen Maßnahmenkatalog beschrieben. Dieser bildet die operative Basis für die Erreichung der beschriebenen Ziele. Der Maßnahmenkatalog wird regelmäßig, unter Einbeziehung der Entscheidungsträger, fortgeschrieben.




Downloadbereich:


Maßnahmenkatalog zum Radverkehrsplan der Stadt Fürstenfeldbruck
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Radverkehrsplan der Stadt Fürstenfeldbruck
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Radverkehr-Fragebogen - Radverkehr gesamt
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Fragebogenaktion FFB - Erfasste Straßen
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Fragebogenaktion FFB - Erfasste Themen
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Fahrradklimatest 2005
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Fahrradklimatest 2005, detailliert
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ADFC-Fahrradklima-Test 2014 Ergebnistabelle Länder
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Fürstenfeldbruck Fahrradklimatest 2014
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Stellplatzsatzung Germering
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Fahrradstadtplan der Stadt Göttingen
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Formular - Verbesserungsvorschlag für den Radverkehr vor Ort
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